SI im Spotlight: Stefan Eben.

Mit seiner Firma SYSPA berät der System-Integrator Installationsbetriebe und Bauträger. Bei CC referiert Stefan Eben über die Planung smarter Hotels und Ausstattungspakete.

Wir haben unseren System-Integrator Stefan Eben von der Firma SYSPA® Gebäudesystemtechnik GmbH zu seinen Aufgaben und Erfahrungen im Zusammenhang mit KNX interviewt.

Außerdem gibt Stefan Eben Einblicke in die Vorteile der Ausstattungspakete von Connected Comfort. Wer mehr über diese Themen erfahren will, kann sich hier für die kostenlosen Online-Talks mit unseren System-Integratoren anmelden:

Smarte Gebäudelösungen
Montag, 27.09.2021 | 16:00 - 17:00 Uhr

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Man kann für kleines Geld die Immobilie zukunftssicher machen und später erweitern. Das ist das Schöne an KNX: Ich kann jetzt immer noch zu meiner allerersten Anlage fahren, die ich als Praktikant eingebaut habe, und den Kunden problemlos mit Ersatzteilen und den neuesten technischen Fortschritten versorgen.
Stefan Eben

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CC: Was waren Ihre ersten Berührungspunkte mit KNX?

Stefan Eben: Das war eigentlich ein witziger Anfang: Mein Vater war bei einem Energieversorger tätig und hat da mal einfach dem kleinen Stefan ein VHS Video mit nach Hause gebracht und dort ging es um das Thema »Was alles in dem modernen Haus machbar ist«.

Das ist alles mittlerweile über 30 Jahre her und es waren zu dem Zeitpunkt die aller-, allerersten Anfänge von KNX. Ich war damals gerade in der Orientierungsphase, das Thema Elektrotechnik hat mich früher schon fasziniert und ich war von dem Video so beeindruckt, dass ich dann auch meine ganze weitere Ausrichtung, sprich jetzt Studium und Praktika, in diese Richtung gelenkt habe.

Ich habe von Jugend an mich mit diesem Thema auseinandergesetzt, weil es mich einfach gepackt hat und Auslöser war wirklich eine VHS-Videokassette damals.

CC: Was war der größte technologische Sprung, den KNX während Ihrer Zeit gemacht hat?

Stefan Eben: Also aus meiner Sicht waren es eigentlich 2 Sprünge. Das eine war, dass die Speicherplätze und Ressourcen, die in den Geräten verbaut wurden, immer komplexer wurden. Das macht es natürlich anspruchsvoller, aber es schafft auch Möglichkeiten.

Wenn Sie sich vorstellen: In den ersten Aktoren war es nicht möglich beim 4fach-Schaltaktor alle 4 Kanäle gleichzeitig über eine Zentral-aus-Bedienung auszuschalten, da musste man noch einen Logikbaustein dazwischensetzen, weil der Aktor das einfach nicht geschafft hätte.

Da lacht heute jeder drüber. Da sind jetzt logische Verknüpfungen, Zeitverzögerungen und vieles mehr drin und das war der erste Sprung, der ist vor etwa 20 Jahren passiert. Mit dem dann die Geräte komplexer und die Möglichkeiten mehr wurden.

CC: Viele Kunden fragen nach den Kosten von KNX. Wie können Sie den Preis veranschaulichen?

Stefan Eben: Ich habe immer eine Richtschnur für meine Beratungsgespräche.

Wenn ich jetzt sage, dass ich das Basis-Ausstattungspaket CC BASIC nehme, ist das überschaubar. Wir sprechen hier von 0 Komma X % der Bausumme. Aber natürlich ist es nach oben offen.

Wenn ich die smarte Dusche und einen Raum mit Entertainment vollausstatte, dann wird es teurer. Aber die Range ist eben groß. Deswegen bin ich froh, dass wir jetzt die Ausstattungspakete für die Bauträger haben.

Man kann für kleines Geld die Immobilie zukunftssicher machen und später erweitern. Das ist das Schöne an KNX: Ich kann jetzt immer noch zu meiner allerersten Anlage fahren, die ich als Praktikant eingebaut habe, und den Kunden problemlos mit Ersatzteilen und den neuesten technischen Fortschritten versorgen. Vom Touchpanel bis zur Bedienung über Smartphone geht alles.

CC: Wo sehen Sie die Vorteile des CC BASIC-Ausstattungspakets?

Stefan Eben: Die größten Vorteile des CC BASIC Ausstattungspakets sind, dass wir eine solide Grundausstattung für ein vertretbares Budget schaffen und dass die Erweiterbarkeit gleich von Haus aus mit eingebaut wird. Sie brauchen später nicht auf Nachrüstlösungen per Funk oder andere proprietäre Lösungen zurückgreifen. So haben wir eine überschaubare Basis, die man in 30 Jahren noch erweitern kann.

Das ist mir das wichtigste Anliegen. Ich habe schon viele Kunden gehabt, zum Beispiel einer aus meiner Nachbarschaft, der meinte: »Mensch, Stefan! Wenn ich das schon eher gewusst hätte, hätte ich mir gleich ein richtiges Bussystem eingebaut.«

Von Stefan Eben mitrealisiert: das smarte Hotel Innspire.

CC: Worauf ist Ihr Betrieb spezialisiert?

Stefan Eben: Die SYSPA ist eigentlich rundum aufgestellt. Das besondere im Vergleich zu meinen SI-Kollegen ist, dass wir keine Installationsabteilung haben. Deswegen bekommen wir sehr unterschiedliche Projekte »auf Zuruf«.

Das ist mal eine Schule, mal ein Ferienhaus in Kroatien. Unsere Flexibilität macht uns hier aus. Was sich in den letzten Projekten herauskristallisiert hat, ist das Thema User Interface. Zum Beispiel für die Bedienung durch Hotelgäste oder in einem Bürokomplex.

CC: Sie sind also in Ihrer Ausrichtung ein reiner Planungs- und kein Installationsbetrieb?

Stefan Eben: Genau, ich habe bei der Unternehmensgründung bewusst den Weg gewählt, mich nicht in die Handwerksrolle eintragen zu lassen, obwohl ich die Qualifikationen habe.

So wissen meine potenziellen Kunden (Elektro-Installationsbetriebe), dass ich kein Mitbewerber bin. Wir wahren eine Neutralität gegenüber Projekten und Herstellern. Grundsätzlich kann sich der Kunde bei uns neutral beraten fühlen. Ich verkaufe auch kein Material.